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Warum Angst keine Schwäche ist – Die Polyvagaltheorie erklärt:

  • Autorenbild: Alexandra Gerl
    Alexandra Gerl
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
ängstlicher Hund

Die Polyvagaltheorie erklärt, warum Angst eine Schutzreaktion des Nervensystems sein kann und wie unser Körper auf Sicherheit oder Gefahr reagiert.


Warum unser Nervensystem bei Angst „Alarm schlägt“


Viele Menschen kennen das Gefühl:


  • Das Herz schlägt schneller

  • der Körper ist angespannt

  • Gedanken kreisen

  • oder man fühlt sich plötzlich leer und erschöpft.


Diese Reaktionen sind oft keine bewusste Entscheidung.Sie entstehen im autonomen Nervensystem.

Die sogenannte Polyvagaltheorie beschreibt, wie unser Nervensystem auf Sicherheit oder Gefahr reagiert.

Sie wurde vom Neurophysiologen Stephen Porges entwickelt.


Die Polyvagaltheorie: Drei Zustände unseres Nervensystems


Nach der Polyvagaltheorie bewegt sich unser Nervensystem zwischen drei grundlegenden Zuständen.


1. Sicherheit und Verbindung


Wenn unser Nervensystem Sicherheit wahrnimmt, können wir:

  • ruhig atmen

  • klar denken

  • mit anderen Menschen in Kontakt sein.


In diesem Zustand fühlen wir uns meist stabil und präsent.


2. Alarm – Kampf oder Flucht


Wenn das Nervensystem Gefahr wahrnimmt, aktiviert sich ein inneres Alarmsystem.


Typische Reaktionen sind zum Beispiel:

  • Angst oder innere Unruhe

  • Herzklopfen

  • Anspannung im Körper

  • starke Wachsamkeit.


Der Körper bereitet sich darauf vor, zu kämpfen oder zu fliehen.


3. Rückzug oder Erstarrung


Wenn das Nervensystem keine Lösung mehr sieht, kann es in einen Zustand von Rückzug oder Erstarrung wechseln.


Menschen berichten dann häufig von:

  • innerer Leere

  • Erschöpfung

  • Taubheitsgefühlen

  • dem Wunsch, sich zurückzuziehen.


Auch das ist eine Schutzreaktion des Körpers.


Ein wichtiger Perspektivwechsel


Die Polyvagaltheorie hilft zu verstehen:


Viele Reaktionen bei Stress oder Angst sind keine Schwäche – sondern Schutzmechanismen des Nervensystems.


In der therapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht nur darum, Probleme zu verstehen, sondern auch darum,

  • das Nervensystem zu stabilisieren

  • Sicherheit im Körper wieder spürbar zu machen

  • neue Regulationserfahrungen zu ermöglichen.


Dabei können Methoden wie körperorientierte Übungen, Ressourcenarbeit oder EMDR unterstützend wirken.


Wenn Sie unter anhaltender Angst, innerer Unruhe oder Erschöpfung leiden, kann eine therapeutische Begleitung hilfreich sein.


In meiner Praxis für Psychotherapie in Donaueschingen unterstütze ich Menschen dabei, ihr Nervensystem besser zu regulieren und neue Stabilität zu entwickeln.

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© 2025 Alexandra Gerl  
Heilpraktikerin für Psychotherapie und Körperarbeit · Donaueschingen & online 

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